Nachbarschaften stärken

Bahá'í wirken dort, wo sie leben: in ihrer Nachbarschaft, in ihrem Dorf oder ihrer Stadt. Indem sie regelmäßig in den Schriften lesen, über das Gelesene nachdenken und sich in der Gemeinde mit anderen darüber austauschen, wächst das Verständnis: der Glaube muss sich in gemeinsamen Taten ausdrücken. Bahá'í zu sein bedeutet, sich auf einen "Pfad des Dienstes" zu begeben.

Pfad oder Weg: dieses Sprachbild taucht in vielen Religionen auf. Es bedeutet, dass wir Menschen stets Werdende sind Menschenbild. Veränderungen gehören zum Leben eines Menschen genauso wie zum Wohlergehen einer Gesellschaft. Nichts bleibt, wie es ist. Bahá'í lernen gemeinsam mit anderen, diese Veränderungen in ihrem persönlichen Umfeld zu gestalten. Sie bringen sich selbst Fähigkeiten bei, die ihnen helfen, eine Kraft für den sozialen Wandel zu sein.

Dafür hat die Bahá'í-Gemeinde einen systematisch umgesetzten Plan sogenannter Kernaktivitäten entwickelt. Im Mittelpunkt stehen die gezielte Förderung von Kindern und Jugendlichen zu sozialer und geistig-spiritueller Kompetenz sowie die Stärkung des Engagements der Bahá'í in ihrer nachbarschaftlichen Umgebung über gemeinsame Andachtsversammlungen. Motor dieses Plans sind die Studienkreise.

Die Befähigung des Einzelnen zum Dienst am Gemeinwohl trägt auch zur Entwicklung der Gemeinde als Ganzes bei, nämlich dann, wenn Bahá'í gemeinschaftlich handeln und die Aktivitäten von den gewählten Gremien und einzelnen Gemeindemitgliedern koordiniert werden. Planung, Durchführung und Reflexion der Aktivitäten sind dabei zeitlich aufeinander abgestimmt.

Studienkreise