Häuser der Andacht weltweit

Als Häuser der Andacht werden die Sakralbauten der weltweiten Bahá'í-Gemeinde bezeichnet. Bislang gibt es sieben dieser Bauten auf der Welt. Sie sehen sich in ihrer rund wirkenden Struktur und den je neun Eingängen ähnlich, zeigen allerdings auch deutliche Unterschiede, die die Besonderheiten der jeweiligen Kultur, der Menschen und des Landes aufgreifen.

Auf jedem Kontinent gibt es Bahá'í-Häuser der Andacht: in Australien, in den Vereinigten Staaten von Amerika (Nordamerika), auf Samoa (Ozeanien), in Panama (Mittelamerika), in Deutschland (Europa), in Indien (Asien) und in Uganda (Afrika). Derzeit wird das Haus der Andacht für den südamerikanischen Kontinent in Santiago de Chile errichtet.

Das erste Bahá'í-Haus der Andacht wurde bereits zwischen 1902 und 1908 in Aschchabad, im heutigen Turkmenistan, gebaut. Nach der Oktoberrevolution wurde es 1938 vollständig von den sowjetischen Behörden enteignet und bei einem Erdbeben 1948 stark beschädigt; im Jahr 1962 schließlich eingerissen. 

Häuser der Andacht stehen jedem Menschen für Gebet und Meditation zur Verfügung. Bei Andachten, zu denen alle Menschen unabhängig ihrer Überzeugung eingeladen sind, werden Texte aus den Hochreligionen rezitiert. 

Nach dem Willen Abdu’l-Bahas (1844-1921) sollen neben den Häusern der Andacht künftig weitere Einrichtungen gebaut werden, die sozialen, humanitären, pädagogischen und wissenschaftlichen Zwecken dienen. So werden sie auch verstärkt Orte des Dienstes am Gemeinwohl sein. Damit werden sie “Aufgangsorte des Lobpreises Gottes” (arab. Mashriqu’l-Adhkar).

 

Zum Weiterlesen

Der wohl außergewöhnlichste Bau eines Bahá'í-Hauses der Andacht entsteht derzeit auf dem südamerikanischen Kontinent, in Santiago de Chile. Eine Webseite gibt darüber Auskunft.