Shoghi Effendi

In seinem Testament ernannte ‘Abdu’l-Bahá seinen ältesten Enkel Shoghi Effendi zum Oberhaupt und „Hüter“ der Gemeinde wie auch zum Ausleger der Schriften. 

Shoghi Effendi genoss eine gute Bildung und erlernte die französische und englische Sprache. So kam es, dass er viele Bahá’í-Schriften persönlich ins Englische übersetzte. Seine Übersetzungen sind bis heute Maßstab.

Shoghi Effendi kommunizierte, wie Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá zuvor, mit der schnell wachsenden Zahl der Gläubigen vor allem durch Schriftwechsel. Diese wurden in Büchern wie Die Weltordnung Bahá’u’lláhs zusammengefasst. Er verfasste auch einen umfassenden historischen Rückblick auf das erste Jahrhundert (1844-1944) der Geschichte der Bahá’í-Religion. Darüber hinaus förderte er den bereits von 'Abdu'l-Bahá begonnenen und von Bahá'u'lláh gewünschten Ausbau der Heiligen Stätten der Bahá’í auf dem Berg Karmel.

Überraschend verstarb Shoghi Effendi 1957 in London und wurde dort beigesetzt.

Seit 1963 steht ein Gremium an der Spitze der Bahá’í-Weltgemeinde, das aus neun und für fünf Jahre gewählten Mitgliedern besteht. Genannt wird dieses Gremium das „Universale Haus der Gerechtigkeit“. Es leitet die weltweite Bahá’í-Gemeinde nach den von Bahá’u’lláh verfügten Grundsätzen.

Momentan leben sechs Millionen Bahá’í in allen Teilen der Welt.

Schriften

Shoghi Effendi, 1896-1957