'Abdu'l-Bahá

‘Abdu’l-Bahá ist der älteste Sohn Bahá’u’lláhs und wurde 1844 geboren. Er begleitete seinen Vater auf seinem Verbannungsweg und stand Ihm sehr nahe. Nach dem Hinscheiden seines Vaters wurde er zum Oberhaupt der Gemeinde. Bahá’u’lláh hatte ihn in Seinem Testament dazu und zum bevollmächtigten Ausleger Seiner Schriften ernannt. 

Im Jahre 1908, nach der jung-türkischen Revolution, erlangte er im Alter von 64 Jahren die Freiheit, nachdem er einen Großteil seines Lebens zusammen mit seiner Familie in Gefangenschaft und Verbannung verbracht hatte, zuletzt in ‘Akká und Haifa.

Diese Freiheit nutzte ‘Abdu’l-Bahá, um die noch jungen Bahá’í-Gemeinden in Ägypten, Nordamerika und Europa zu besuchen. Unter anderem kam er dabei 1913 auch nach Deutschland. Im Verlauf seiner Reisen hielt `Abdu´l-Bahá Ansprachen in Kirchen, Moscheen und Synagogen und erwies sich als Botschafter des Friedens und der Verständigung zwischen den Völkern und Glaubensbekenntnissen. Die Mitschriften sind den Bahá’í heute Rechtleitung im Verstehen der Lehren Bahá’u’lláhs.

Erst 1913 kehrte 'Abdu'l-Bahá nach Haifa zurück. Dort verstarb er im Jahre 1921. Zur Zeit seines Hinscheidens gab es Bahá’í in 35 Ländern der Welt.

Shoghi Effendi

'Abdul'Bahá, 1844-1921